Deutschland wird immer ärmer!

 Und merkt es nicht!

Jahr für Jahr verliert Deutschland immer ein bißchen Wohlstand, aber will nicht wahrhaben. Die Sockelarbeitslosigkeit wird immer höher, 3 Millionen sind schon ein gigantischer Erfolg. Gerne wird DIE deutsche Standardausrede schlechthin für alles hergenommen: Die Lasten der deutschen Einheit. Wir müssen mehr Schulden machen, aber wir können ja nichts dafür, ist ja alles wegen der Einheit. Die Arbeitslosigkeit steigt - wegen der Lasten der Einheit. Mein Ehepartner hat mich verlassen, nachdem ich ihn betrogen habe - alles nur wegen der Einheit. Jaja...

In Wahrheit sind die Deutschen einfach nicht mehr so erfolgshungrig wie in früheren Zeiten! Andere Völker überholen uns und das kann man denen auch nicht wirklich vorwerfen. Denken wir nur mal an die berüchtigte PISA-Studie. Und dem angeblichen Schock. Angeblich sollte sich doch soooo viel ändern. Blubb-Blubb würde eine deutsche Werbe-Ikone sagen. Ist eigentlich jemandem außer mir aufgefallen, daß bald die ersten Schüler die Schule verlassen, die erst nach dem "Schock" eingeschult wurden???

In diversen Ministerien in ganz Europa gibt es Studien, die besagen, daß sich die gesamte Machtverteilung der Welt sich allmählich nach Asien verlagert. Die Chinesen z.B. gehen auch ausgesprochen zielstrebig vor: Sie kaufen keine Rohstoffe, sie kaufen Rohstoffkonzerne und deren Schürfrechte. Wenn sie dabei Diktaturen wie den Sudan unterstützen, ist das gemein, aber das Prinzip ist einfach clever.

Klar - auch China wird seine Krisen und Spekulationsblasen haben. Als ich letztes Jahr gelesen habe, in China stünden 20% aller Büroimmobilien leer, habe ich mir gedacht: Mehr sollten es aber nicht werden. Mittlerweile hat man sogar Angst vor dem Platzen einer Immobilienblase und deren Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Aber es ändert nichts daran: Die Chinesen sind hungrig nach Erfolg. Und bereit dafür zu Blutm Schweiß und Tränen zu vergießen. Ebenso wie andere Völker. Sie gehen beileibe nicht immer rücksichtsvoll vor, aber sehr strategisch - und vorallem entschlossen.

In Deutschland versucht man sich verzweifelt an dem festzuklammern, was man hat. Erobern ist zu anstrengend, bloß nichts verlieren. Vor Jahren gab es eine Riesendiskussion um eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und das Wort Prekariat. Dabei stand die wichtigste Info dieser Studie sogar in der kleinsten Videotext-Meldung: Hartz-IV-Bezieher geben nicht nur auf - sie geben für ihre Kinder gleich mit auf!

Früher hieß es mal: Ich arbeite hart, damit du es einmal besser hast als wir!

Aus und vorbei, diese Zeit.

 

http://bessereweltlinks.de/open.php?id=47863&url=http://www.fes.de/inhalt/Dokumente/061017_Gesellschaft_im_Reformprozess_komplett.pdf

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,442859,00.html

http://archiv.sueddeutsche.apa.at/sueddz/index.php?id=A46911528_OGTPOGWPOPPEOAGCRCPGORCGRATOOSWH

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/835/506020/text/

16.3.10 22:01

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